Ein Ende mit Schrecken, ehe es begonnen hatte

Ein Ende mit Schrecken, ehe es begonnen hatte

Schwärzer als in den dunkelsten Gedanken, endeten Anfang März all meine Vorstellungen, in der kommenden Saison, wohl vorbereitet das Renngeschehen wieder aufnehmen zu können. Endlich war ich wieder gemeinsam mit dem Team unterwegs, mit den Kolleginnen beim Training und mit meinen Freundinnen unserer Leidenschaft frönend. Im Riesentorlauftraining auf der Reiteralm musste ich aber erneut eine bittere Stunde erleben. In voller Fahrt, ohne zu stürzen machte es im frisch rehabilitierten Knie einen Schnalzer, das Gelenk gab nach und wieder war es geschehen. Das vordere Kreuzband und beide Minisken sind unterdessen wieder repariert. Was jetzt folgt, ist mir aus den vergangenen Jahren nur all zu gut bekannt.

Die mich umgebende Leere der vergangenen Wochen, die ich aus meinen vorherigen Verletzungen kannte, ist einer ersten Zuversicht gewichen. Der Schock war erneut riesig, war ich doch richtig gut vorbereitet nicht zuletzt, weil ich mich auch bewußt dagegen entschieden hatte, heuer keine Weltcuprennen mehr zu bestreiten, um der planmäßigen Aufbauarbeit weiter Raum und Zeit zu geben. Die erste Schockstarre ist aber überwunden und ich bin bereit, frische Motivation aufzunehmen, die mich weiter vorantreibt. Dennoch ist es aktuell die Corona Krise, die uns allesamt in einer höchst herausfordernden Situation wiederfinden lässt. Fürs Durchhalten, Zusammenhalten, Daheimbleiben und Gesundbleiben wünsch ich euch viel Energie und alles Gute!