Es geht wieder los

Drei lange, therapiereiche und nervenzehrende Wochen sind vergangen, seit ich bereits zum zweiten Mal in der laufenden Weltcupsaison, meine Ski für mehrere Wochen abschnallen musste. Der folgenschwere Sturz in der Abfahrt von Garmisch-Parternkirchen zwang mich zur neuerlichen Pause. 


Die Serie der Premieren, auf die ich lieber verzichtet hätte, ging mit dem Sturz in Garmisch in eine weitere Verlängerung. Verletzungen kannte ich bis zum Kreuzbandriss Anfang Jänner 2017 nämlich nicht. Eine unrühmliche Premiere. Durch die Comebacksaison war ich bis vergangenen März verletzungsfrei gekommen, ehe mich ein Trainingssturz erneut stoppte. Unglücklich und nicht wiederholenswert war auch die heurige Premiere, während einer Saison, gleich zwei Mal eine Zwangspause einlegen zu müssen. 
Mit der Rückkehr auf die Skier und dem erneuten Trainingsbeginn, hoffe ich nun, dieses Kapitel abschließen zu können und in eine neue Ära zu starten.  


Während der erste Woche nach dem Sturz fühlte ich mich, als ob ich 80 Jahre alt und eingeschränkt in jeder Bewegung wäre. Da ging wirklich gar nichts, auch keine Therapie. Mit dem Beginn der ersten Rehaeinheiten bei Altis Med in der Privatklinik Maria Hilf sortierten sich meine Gedanken wieder und die anfängliche Skepsis, wie sich das entwickeln und wie lange es dauern würde, war verflogen. 


Die Weltmeisterschaftsrennen habe ich großteils neben dem Training verfolgt. Selber skifahren zu können war für mich emotional zur Zeit der WM-Rennen so weit weg, also hat es mich dann auch nicht mehr berührt, die Weltmeisterschaft im Fernsehen verfolgen zu müssen und nicht selber in Schweden sein zu können. 
Im Laufe diese Woche steige ich mit einem Riesentorlauf Aufbau wieder ins Training ein. Abhängig vom Verlauf der ersten Trainings, wird sich der weitere Zeitplan in den kommenden Tagen abzeichnen.