Zwischen Freud und Leid

Zwischen Freud und Leid

War vor dem Cortina Wochenende meine Freude auf den Wiedereinstieg in den Skiweltcup noch riesengroß, so ist sie heute leider schon wieder ziemlich verflogen.

Nach meinem Abflug ins Netz bei der gestrigen Garmisch Abfahrt, konnte ich zwar selbständig bis ins Ziel fahren, ein Schmerz im Knie veranlasste mich dann aber doch, mich näher durchchecken zu lassen. So war ich bereits am Nachmittag für eine MRI Untersuchung in Innsbruck – mit einem ernüchternden Ergebnis.

Ein Innenbandeinriss und ein Muskelfaserriss stoppen mich erneut vier bis sechs Wochen. So nahe liegen Freud und Leid beisammen.

Zum Einen lasse ich mich von diesem weiteren Tiefschlag nicht unter kriegen. Vier bis sechs Wochen sind nicht die Welt. Ja, ich versäume dadurch DEN Höhepunkt dieser Saison, die Alpine Ski-Weltmeisterschaft in Are. Dennoch habe ich die Möglichkeit, danach wieder ins Renngeschehen einzusteigen und ein gutes Saisonfinale hin zu legen.

Diese Chance werde ich ergreifen und die lasse ich mir auch nicht nehmen. Schließlich will ich in dieses MEGA Team zurückkehren, in dem es derzeit so genial läuft wie noch nie. (abgesehen von meinen Blessuren 😉

Das ist es, was mich unglaublich motiviert und das macht auch meine Enttäuschung etwas leichter ertragbar. Wir haben gestern die sechste Saisonabfahrt bestritten. Fünf davon wurden von meinen Teamkolleginnen gewonnen. In der sechsten stand eine Österreicherin auf dem Podest. Der Mannschaftsgeist ist enorm und Jede steht für die Andere ein. So tun das meine Mannschaftskolleginnen auch jetzt für mich, in dem sie mich aufrichten und motivieren.